Feierliche Aufnahme bei den Jüngern Gutenbergs

Erstellt: 24. Juni 2026
  • Seit dem 16. Jahrhundert gibt es die Tradition im Druckgewerbe, bei der Lehrlinge nach Abschluss ihrer Ausbildung in einer Zeremonie in die Gemeinschaft der Jünger Gutenbergs aufgenommen werden.

    Dieser alte Brauch, bekannt als Gautschen, ähnelt einer Taufe und dient auch dazu, den angehenden Fachleuten die schlechten Gewohnheiten aus ihrer Ausbildungszeit abzuwaschen. Während des Gautschens hält der Gautschmeister eine Ansprache an die zukünftigen Jünger und das umstehende Publikum. Er ruft: «Packt an! Lasst seinen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, bis triefen beide Ballen. Der durstigen Seele gebt ein Sturzbad obendrauf, das ist den Söhnen und Töchtern Gutenbergs die beste Tauf.»

    Auf den Ruf des Gautschmeisters «Packt an!» werden die zukünftigen Jünger ergriffen und auf einen nassen Schwamm gesetzt, um sicherzustellen, dass ihre Hinterteile ordentlich befeuchtet werden. Dann werden sie von oben begossen, so dass ihr ganzer Körper völlig durchnässt wird. Schliesslich werden die angehenden Schwarzkünstler in einen Brunnen gesetzt und untergetaucht.

    Am 11. Juni 2026 kam Luna von Bergen (Polygrafin EFZ) in den Genuss dieser tra­ditionellen Taufe. Bei sommerlichen Temperaturen bekam sie eine Abkühlung im hauseigenen Gautschbrunnen. Wir heissen die frisch getaufte Jüngerin herzlich willkommen im Bunde der «Schwarzkünstler».

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