Der Nidwaldner Ländlerabig geniesst Hergiswiler Gastrecht

Erstellt: 09. April 2026
  • Volksmusikfreunde, merkt Euch den Samstag, 18. April 2026, dann steigt um 20.00 Uhr im Loppersaal der 32. Nidwaldner Ländlerabig. Hergiswil gibt sich die Ehre und freut sich Gastgeberort sein zu dürfen.

    Es dürfte einige Jahre her sein, seit Hergiswil Austragungsort des Nidwaldner Ländlerabig war. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass dem Lopperdorf heuer diese Ehre zufällt. Kenner der Volksmusik wissen, dass in der Vergangenheit bekannte Persönlichkeiten aus dem Dorf am Pilatus für klingende Folklore sorgten. Erwähnenswert dabei sind Remigi Blättler alias Sonnmatt-Migi und Walter Blättler, besser als Musig-Walti bekannt. Unvergessen ist auch die Kapelle Pilatusgruess, die damals an unzähligen Freinächten aufspielte. Obwohl sie vielleicht nur noch dem Namen nach in Erinnerung schwelgt, so ist das Zitat: «Weisch nu ... friächer» durchaus angebracht, weil ihre Musik weiterlebt.

    Und wie sieht’s heute aus?
    Erfreulicherweise darf festgehalten werden, dass Hergiswil dank seiner Musikschule einiges zu bieten hat. Neben den Schulorchestern (HSO 1–3) wird auch das Erlernen des Schwyzerörgeli- und Akkordeonspiels ermöglicht. Ein breites Angebot besteht ebenfalls im Blasmusiksektor, wo Instrumente erlernbar gemacht werden, sodass die Möglichkeit geschaffen ist, dereinst im örtlichen Musikverein mitzuwirken und so dessen Fortbestand zu garantieren. Ein klares Verdikt, das klar besagt: Das musikalische Hergiswil lebt!

    Bekannte und gern gehörte Musikusse
    Dani Christen hat mit seinem Team sehr professionelle Arbeit geleistet und wartet erneut mit einem sehr unterhaltsamen Programm auf. Anstelle einer gesanglichen Einlage kommt das Alphornduo «Pulverschnee» zum Einsatz. Pascal Barmettler und Sandro Christen sind zwei talentierte Alphornbläser, die mit ihrem zweistimmigen und differenzierten Spiel grossen Bekanntheitsgrad erlangten. Die beiden Gipfelstürmer sind für den Ländlerabig eine echte Bereicherung. Hinter «Bircherix» mit Markus, Andreas, Lukas und Linus verbirgt sich ein hochmusikalisch veranlagtes Brüderquartett. Es gefällt besonders mit seinem virtuosen Spiel und versteht es, sowohl Tradition als auch Innovation gekonnt miteinander zu verbinden. Sehr traditionell gibt sich das Handorgelduett «Gheerfellig» mit Manuel Odermatt, Hans Graf, Otto und Fredy Gabriel. Unter ihre gehörfälligen Melodien mischt sich «Stilles Glück» und wahre Lebensfreude kommt augenfällig zum Ausdruck. Wer «H2 hört, denkt unwillkürlich an das chemische Symbol für Wasser. In der Nidwaldner Ländlermusikszene ergibt dieses Kürzel die Besetzung mit zweimal Herger (Pirmin und Bernhard) und Peter Odermatt. Das in Buochs beheimatete Ländlertrio spielt seit 2008 zusammen und bürgt nach Konzertende für rassige, stimmungsvolle und urchige Musik. Die Sparte Schwyzerörgeli vertreten Leo Käslin und Dominik Wagner mit Elin Flück am Bass. Da ist junges Musikerblut am Werken und gefällt durch seine Unbekümmertheit und Spielfreude.

    Wiedersehen mit den Lopper-Örgeler
    In der Hergiswiler Musikschule unter Ruedi Bircher begann der kometenhafte Aufstieg von Ursi Blättler und Erika Blättler wie auch den Schwestern Regula und Astrid Durrer sowie Maja Zrotz. Sie gewannen 2005 den kleinen Prix Walo, spielten zwei Tonträger ein und krönten ihren musikalischen Höhenflug im House of Switzerland an der Sommer-Olympiade 2008 in Peking. Seither ist es sehr ruhig geworden um diese fantastischen Musikantinnen. Denn 2010 haben sie sich offiziell aufgelöst. Für diesen neuerlichen Auftritt haben sich Ursi Barmettler und Erika Blättler sowie die Schwestern Regula Amstutz und Astrid Durrer extra wieder zusammengefunden, was besonders positiv zu werten ist. Die Damen freuen sich jedenfalls auf ihre Bühnenpräsenz. Nach wie vor gut unterwegs sind Patrick Schnider, Thomas Barmettler und Lukas Bircher alias «Fräki-Örgeler» die da und dort engagiert sind und für gute Unterhaltung sorgen. Hoch im Kurs ist auch die «Kapelle Reto Blättler». Der Kapellmeister hat kurzum einen personellen Wechsel vollzogen. Siro Odermatt spielt ganz gekonnt den Akkordeonpart, Isabelle Schürmann ist ein sicherer Wert am Piano und Jérôme Kuhn streicht in ausgezeichneter Manier die Saiten des Kontrabasses. Das eingespielte Quartett überzeugt durch sein grosses Repertoire, seine konzertante und saubere Intonation. Dadurch wird es seinem Ruf als vorzügliche Ländlermusikformation vollauf gerecht. 

    Darum ist klar: Ländlerabigtermin im Kaländer notiärä und z’Hergiswil im Loppersaal i-marschiärä!

    Gemeinde Hergiswil NW

    Gemeinde

    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Otmar Näpflin


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