Sanierungsprojekt für ein zukunfts­orientiertes Maria-Rickenbach

Erstellt: 09. April 2026
  • In Maria-Rickenbach soll ein grösserer Umbau des Hotel-Restaurants Pilgerhaus sowie des Kaplanenhauses erfolgen, um den Ort mit seinen Angeboten erfolgreich in die Zukunft zu führen.

    Tragende Angebote brauchen tragende Infrastruktur. Doch gerade diese ist in Maria-Rickenbach veraltet: Sowohl das Hotel-Restaurant Pilgerhaus als auch das Kaplanenhaus sind sanierungsbedürftig. Die Kaplanei wurde einst als Wohnhaus für den Seelsorger gebaut, der Kapelle und Wallfahrt betreut. Heute ist eine Renovation nötig, um zeitgemässes Wohnen im historischen Gebäude zu ermöglichen. «Ziel ist, dass die Wallfahrtsseelsorge einen festen Platz vor Ort hat», sagt Kapellverwalter und Wallfahrtsseelsorger Marino Bosoppi-Langenauer. Auch unter der Woche kommen viele Wallfahrtsgruppen, Pilger/-innen oder Besucher/-innen zu Andachten. «Da danach nicht immer eine Seilbahn ins Tal fährt, ist es wichtig, hier einen Wohnsitz zu haben.»

    Nicht nur religiöse, sondern auch wirtschaftliche und soziale Bedeutung
    «Es braucht einen Seelsorger, der vor Ort spürbar ist und die Angebote belebt», bestätigt Viktor Furrer. Er ist Präsident des Stiftungsrats der gemeinnützigen Kapellstiftung Maria-Rickenbach, die nicht nur für den Unterhalt der Kaplanei, sondern u. a. auch der Wallfahrtskirche, des Pilgerhauses und der Luftseilbahn verantwortlich ist. Die Gebäude seien nicht nur für die Wallfahrt wichtig, sondern auch für das wirtschaftliche und soziale Leben des Weilers: «Die kulturellen, spirituellen und touristischen Angebote sind die Grundpfeiler, die es braucht, damit der Ort am Leben bleibt. Und wir als Stiftung wollen uns mit dem Bauprojekt für dieses Angebot einsetzen.»

    So ist das Hotel-Restaurant sozialer Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Nebst Feiern bringen auch Ausstellungen, Konzerte oder Seminare Besucher/-innen nach Maria-Rickenbach. Die touristische und kirchliche Infrastruktur schafft auch Arbeitsplätze. So ist die Stiftung überzeugt, dass Investitionen nicht nur die Ortschaft stärken, sondern auch der Region zugutekommen.

    Auf Spenden angewiesen
    Allein die Renovation der Kaplanei kostet rund 1,8 Millionen Franken. Insgesamt will die Stiftung etwa vier Millionen Franken Eigenmittel für die Bauprojekte beschaffen – unter anderem durch Spenden, Beiträge von Stiftungen und Crowdfunding. «Unser Ziel ist es, die Finanzierung vor Baubeginn zu sichern», sagt Fritz Renggli, der sich das Präsidium der Finanzbeschaffung mit Charles Vincent teilt. Die Finanzierung soll bis Ende 2026 erreicht werden, sodass der Umbau 2027 beginnen kann – und möglichst abgeschlossen ist, bevor 2029 das 500-Jahr-Jubiläum der Wallfahrt in Maria-Rickenbach gefeiert wird.

    Dankbarkeit für das Landsgemeindeopfer
    Umso grösser ist die Freude über das Landsgemeindeopfer 2026. «Maria-Rickenbach ist der grösste Wallfahrtsort Nidwaldens, aber auch ein Ort, um zur Ruhe zu kommen», begründet Dekan Melchior Betschart den Entscheid des Dekanatsvorstandes. Dass hier jährlich rund 17’500 Kerzen angezündet werden, zeige, dass der Ort den Leuten wichtig ist – auch solchen, die aus Freizeitgründen kämen. «Maria-Rickenbach hat etwas an sich, das man schwer beschreiben kann. Man bekommt diesen Ort gerne, es geht gar nicht anders», fasst es Viktor Furrer zusammen.

    So wird das Kaplanenhaus saniert
    Das Wohnhaus Kaplanei im Maria-Rickenbach wurde für den Seelsorger errichtet, der jeweils die Kapelle und das Wallfahrtswesen betreut. Im um 1850 errichteten Gebäude sind Küchen, Elektrik, sanitäre Anlagen, Heizung und Wärmeisolation dringend sanierungsbedürftig geworden. Das Kaplanenhaus soll aber auch umgebaut werden: Es entstehen nebst der Wohnung für den/die Wallfahrtsseelsorger/-in ein dazugehörendes Besprechungszimmer, eine weitere Wohnung sowie zwei Personalzimmer, sodass künftige Mieteinnahmen die Stiftung im Unterhalt unterstützen. Zudem soll die Fassade im Sinne des Denkmalschutzes weitgehend erhalten bleiben. Die Kosten für Renovation und Umbau belaufen sich auf CHF 1.8 Millionen. Spenden sind herzlich willkommen auf das Sanierungskonto der Kaplanei: CH97 8080 8001 5887 8939 1.

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Sylvie Eigenmann


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