In Deckung gehen vor Mobilfunkstrahlung

Erstellt: 15. April 2026
  • Handys, Laptops, Tablets und Co. sind aus dem Privatleben und Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken. Sie haben rasant in alle Lebensbereiche Einzug gehalten und wollen in jeglichen Belangen nützliche Helfer sein. Studien und Umfragen zeigen jedoch, dass sich viele Menschen durch die hochfrequente Strahlung belastet fühlen. 10,6 % der Schweizer Bevölkerung geben an, elektrosensibel zu sein.

    Tier, Mensch und Natur sind unentwegt elektromagnetischer Strahlung durch Mobilfunkantennen ausgesetzt. Hinzu kommt die Elektrosmogbelastung zu Hause, am Arbeitsplatz, Schule, Uni und im sonstigen grossen öffentlichen Raum.

    Elektrosmog wirkt auf Vitalität und Wohlbefinden
    Durch die ständige Reizüberflutung kommt der Mensch – ob jung oder alt – kaum noch zur Ruhe und Erholung ist oft nicht mehr möglich. Die permanente elektromagnetische Strahlung führt u. a. zu Kopfschmerzen, Druckgefühl im Kopf, Konzentrationsstörungen, innerer Anspannung, Unruhe, Depressionen, Nervosität, Schlaflosigkeit und anderen Befindlichkeitsstörungen. Insbesondere nachts verhindert sie, dass die Tiefschlafphase erreicht wird, und verunmöglicht eine tiefgreifende Regeneration. Dadurch werden die körpereigenen Abwehrkräfte langfristig geschwächt, Müdigkeit, Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Burnout-Symptome bis hin zu ernsthaften Erkrankungen sind die Folge.

    Das eigene Handy ist eine grosse Quelle hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung. Untersuchungen zeigen eine Erwärmung des Gewebes, wenn das Handy zum Telefonieren ans Ohr gehalten wird, und dokumentieren auch Veränderungen der Hirnströme bei starker Mobilfunkexposition. Blut, das unter einem Dunkelfeldmikroskop als fliessend und agil zu erkennen war, verklumpt nach einem 10-minütigen Telefonat und führt zu Einschränkung der Mikrozirkulation.

    Daten mittels Kabel übertragen
    Nun deshalb vollständig auf digitale Geräte zu verzichten, ist nicht nötig. Ein bewusster Umgang kann schon Wirkung zeigen und auch mit Pausen einlegen vom Laptop, Handy und Co. tut man sich Gutes. Und unseren Haustieren bestimmt auch.

    Die Strahlenbelastung zu Hause und am Arbeitsplatz/Homeoffice reduzieren, indem mobile Geräte per Netzwerkkabel verbunden werden. WLAN/Bluetooth wann immer möglich ausschalten. Headsets, also Kopfhörer mit Mikrophon und Kabel verwenden, anstatt das Handy ans Ohr zu halten und besser die Freisprechfunktion fürs Telefonieren nutzen. Bei schlechtem Empfang eher nicht telefonieren oder surfen, da das Handy die Sendeleistung und damit die Strahlung erhöht. Das Mobiltelefon nach Möglichkeit nicht direkt auf dem Körper tragen und es nachts nicht neben dem Bett liegen lassen.

    Funksysteme wie WLAN und Bluetooth lassen sich jederzeit und für nachts durch einen Netzfreischalter abschalten. Über die Software lassen sich die Sendeleistung des WLAN-Routers reduzieren bzw. sendefreie Zeiten festlegen. WLAN-Router generell nicht in der Nähe von Aufenthaltsplätzen aufstellen und Festnetztelefone ohne dauerhaft sendende Basisstation bevorzugen.

    Für die Ferien gibt es bereits sogar strahlungsfreie Camper zu mieten und auch Elektroautos bewirken bei einigen Menschen Unwohlsein und Befindlichkeitsstörungen.

    Weitere Lösungen
    Die Teilabschirmungen einzelner Wände in die Richtung, aus der die stärkste Strahlung kommt, ist weniger effektiv. Mittlerweile kommt die Strahlung in der recht gut erschlossenen Schweiz aus allen Richtungen. Darum ist eine 360-Grad-Abschirmung mittels einer Abschirmwandfarbe auf Basis von Kohlenstoff/Grafit für Wände, Decken und Türen möglich. Meist nur in Schwarz erhältlich lässt sie sich mit getönter Farbe überstreichen. Die Abschirmung lässt sich weiter über die Böden mithilfe spezieller verlegter Abschirmvliese bis auf die Fenster mit speziellen Rahmen, Vorhangstoffen, Insektengittern, Verglasungen und Folien erreichen.

    Kupfermatten unterm Bett, Abschirmbaldachine und Strahlenschutzdecken fürs Bett sollen ebenfalls Elektrosmog abschirmen. Auch gibt es Beleuchtungslösungen, die aufgrund der Reduzierung elektromagnetischer Felder für ein gesundes Wohnklima sorgen sollen.

    Speziell entwickelte und im Handel erhältliche Chips kompensieren die elektromagnetische Strahlung von Handys, Funkuhren, Smartwatches, Fitnesstrackers, Laptops, Tablets, E-Book-Readern, Kindles und DECT-Telefonen (Digital unterstützte kabellose Telekommunikation). Diese Technik ist sogar für Hörgeräte erhältlich.

    Es gibt Firmen, die Störfeldanalysen und Vorher-Nachher-Messungen anbieten und Maler, Gipser und Architekten beraten ebenfalls zu diesem Thema.

    Fotovoltaik
    Die Standorte von Fotovoltaikanlagen sollten sorgfältig ausgewählt und von Wohn- und Arbeitsbereichen ferngehalten bzw. durch geeignete Abschirmungen isoliert werden. Filter, Wechselrichter, Entstörungseinrichtungen und andere Komponenten sollen die Ausbreitung elektromagnetischer Belastung minimieren.

    Wären die Strahlungen so ungefährlich, wie behauptet, bräuchte es keine gesetzlich festgelegten Grenzwerte. Dennoch: Aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sind «Schutzprodukte gegen Elektrosmog» unnötig oder ungeeignet, da die gesetzlichen Grenzwerte und Produktnormen ausreichend Schutz vor elektromagnetischen Feldern böten. Ausserdem besässen die Produkte keine wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen.

    Letztlich darf jede und jeder einen eigenen Standpunkt einnehmen. Dass sich die verschiedentlichen gesundheitlichen Beschwerden der Anwenderinnen und Anwender durch Abschirmmassnahmen reduzieren und sie sich wieder besser fühlen, darf in die Betrachtung miteinbezogen werden.

    Firmen Dallenwil

    Firma

    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Bianca Kemke


    © 2026 Verlagsgesellschaft Nidwaldner Blitz AG