Der Frühling ist da, der Klangteppich wird ausgerollt, das Jubiläum steht bevor

Erstellt: 09. April 2026
  • Die 30. Ausgabe der STANSER MUSIKTAGE startet in Kürze: 41 Konzerte auf 13 Bühnen, 60 Kulturereignisse in 5 Tagen, Bars, Clubs und Kunst im ganzen Dorf.

    Wisst ihr noch: die Jazz-Legende Herbie Hancock 1995, der kubanische Pianist Roberto Fonseca 2007, die grosse Knetskulptur 2017, die legendäre Whiskybar oder die Jahre 1996, 2015, 2020 ohne Musiktage? In über 30 Jahren Festivalgeschichte ist viel passiert. Das Festival wurde schnell gross und grösser und plötzlich zu gross. Die Musiktage wurstelten sich durch, veränderten sich immer wieder und sind 2026 mit ihrer 30. Jubiläumsausgabe an Start. Auf diesem Weg ist nicht nur der Name geblieben – nein, auch die SMT-DNA. Originalität, Qualität und Diversität prägen die Stanser Musiktage seit den Anfängen: Die Freude an einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck über Genregrenzen hinweg, die Verpflichtung für qualitativ hochstehende Musik und die Überzeugung, dass es Vielfalt auf, hinter, neben und vor der Bühne braucht. An den Musiktagen gastiert die «Welt» in Stans, auf dem Dorfplatz kommen Einheimische und Gäste zusammen und es wird gefeiert. Feiert auch dieses Jahr mit uns die Musik und das Leben!

    Die Vorbereitungen und der Ticketverkauf laufen
    Bevor es in zwei Wochen losgehen kann, ist jedoch noch viel zu tun. Derzeit ist der Dorfplatz leer und die Ruhe der Osterferien steht bevor. Doch in den nächsten Tagen verändern über 20 Tonnen Material, 4300 freiwillige Arbeitsstunden sowie rund 150 Künstler / innen den Hauptort in eine einzigartige und liebevoll dekorierte Festivallandschaft. Vom 15.–19. April 2026 erwartet ein neugieriges und vielfältiges Publikum ein Frühlingsfestival mit Musik im Zentrum.

    Mit bereits 5 ausverkauften Konzerten zeichnet sich ein erfolgreiches Hauptprogramm ab. Perlen wie der brasilianische Pianist Amaro Freitas, die multidisziplinäre Truppe Las Baklavas oder das Duo Räss-Gabriel auf dem Stanserhorn versprechen unvergessliche Abende. An solche schliessen auch die Nostalgiekonzerte an: mit den Kollektiven um Nik Bärtsch & Simone Felber, dem Obwaldner Jul Dillier im Trio oder dem Luzerner Gitarrenvirtuosen Christy Doran als Weltpremiere mit Imran Khan präsentieren die Musiktage an jedem Festivaltag altbekannte Musiker, die in der Vergangenheit bereits Stans verzaubert haben und nun mit neuen Projekten im Programm zu finden sind. Auch das neue Konzept mit den Doppelkonzerten im Kollegisaal verspricht eine Symbiose von Kontrast und Gesamterlebnis. So treten mit Evelinn Trouble / Sophia Kennedy (Donnerstag), Tribade / La Muchacha (Freitag) und Sami Galbi / Bixiga 70 (Samstag) einmalige Kombinationen am Festival auf. Mit attraktiven Ticketpreisen für U30 à CHF 25.– und U16 à CHF 10.– pro Konzert inkl. öV und Nachtprogramm sollen die Konzerte auch jungen Menschen niederschwellig zugänglich sein.

    Ein Festival im Zeichen der Musik
    Der Fokus auf Musik zeigt sich aber nicht nur im Hauptprogramm. Musik und das Festival spielen auch auf dem Plakat, im Bar- und Nachtprogramm sowie beim Fokusthema die Hauptrollen. «Zwischen Kontinuität und Veränderung» greift die Festivalgeschichte in vielfacher Hinsicht auf. Von der Klanginstallation «Vom Gräs zum Chäs» über einen wissenschaftlichen Vortrag zur Popgeschichte sowie ein Symposium über die Festivalzukunft in der Schweiz bis zur literarischen Gewalt des Wortpakets oder zum persönlichen Blick in ein Künstlerleben im Live-Podcast mit Künstler Dino Brandão darf man sich jeden Tag auf einen kostenlosen Kulturinput freuen. Den Podcast dürfen wir noch mit dem soeben prämierten Dokumentarfilm «I Love You, I Leave You» ergänzen und im Vorspann des Podcast dem Publikum zeigen. Das Thema gipfelt aber in der Museumsausstellung «No Time To Loose». Während die Stanser Musiktage auf 30 Jahre Festivalgeschichte blicken, richtet die soeben eröffnete Ausstellung im Salzmagazin des Nidwaldner Museums den Blick auf «Stubeten, Dancings und Discos» der letzten 150 Jahre. Mit dem Lucerne Improvisers Orchestra erfolgt am Festivalsamstag eine musikalisch-inhaltliche Interpretation und Symbiose. Musik wird demnach auch abseits der Hauptbühnen zum Thema und die Stanser Musiktage werden zum Festival. Im wahrsten Sinne des Wortes rollen wir den Klangteppich, der auf dem Festivalplakat zu sehen ist, aus und bringen die Stubeten, Dancings und Discos vom Museum ins Dorf. Im Barprogramm feiert sich die Musik selbst: mit Volksmuisig in der Winkelriedbar, mit «Save the Vinyl» in der Absackerbar, mit den Late-Konzerten im Inneren Chor/Beinhaus und der «Festival-Kapelle Take This» auf der Länzgibühne, die allabendlich für Partystimmung sorgen wird. Anschliessend öffnen die Nachtlokale ihre Tore und man darf tanzen, bis der Morgen kommt.

    Kontinuität und Veränderung
    Eine Jubiläumsausgabe im Zeichen der Musik. Aber war früher vielleicht doch alles besser? Oder stehen die besten Musiktage in ferner Zukunft noch bevor? Wie viele Jubiläen werden die Stanser Musiktage noch feiern? Wir wissen es nicht. Aber wir wollen Kontinuität erhalten und uns gleichzeitig auf Veränderungen einlassen. So freuen wir uns beispielsweise, dass Roberto Fonseca nach 2007 in ganz anderer Formation wieder am Festival 2026 zu sehen sein wird oder dass die Absackerbar das Thema Whisky in neuem Kleid aufgreift. Es sind Gefässe, die sich nicht Vergangenem anbiedern, sondern sich zwischen Kontinuität und Veränderung bewegen. So wie das Leben selbst. Die Stanser Musiktage waren und sind ein Ort, an dem Erinnerungen entstehen können, der Alltag etwas in den Hintergrund rückt und Begegnungen im Zentrum stehen – gestern, wie heute. 

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

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