Ausmisten kann so herrlich schön und nachhaltig sein

Erstellt: 22. April 2026
  • Die Porzellaneule von Tante Martha, der Leuchtturm von Mamas Ferien an der Nordsee. Die Kleider aus der Boutique in Italien. Vieles sammelt sich an, das Schränke und Regale vollstopft und eigentlich nur Platz raubt.

    Vieles ist zum Wegwerfen zu schade, kann noch benutzt, gebraucht oder getragen werden. Man staunt, wofür sich alles freudige und dankbare Abnehmer/-innen finden, die genau nach diesem Mantel oder dieser Handtasche gesucht haben. Und es ist doch auch ein schönes Gefühl, sein Stück in neuen, schätzenden Händen zu wissen.

    Spenden? Verschenken? Verkaufen?
    Es gibt etliche Möglichkeiten. Innerhalb der Familie, Verwandtschaft, im Kollegenkreis oder alljährlichem Wichteln zu verschenken ist eine davon. Ansonsten gibt’s zum Weiterziehen der aussortierten Dinge Brockenstuben, die vieles im gutem Zustand kostenlos annehmen – Vasen, Schallplatten, Modeschmuck oder eingestaubte Kaffeebecher. Auch Kleidung, die sich ausserdem an Kleiderbörsen, in Second-handläden oder auf Online-Plattformen wie Depop, Marko u. a. anbieten lässt. Und es gibt Kleiderspenden, -sammlungen und Altkleidercontainer.

    Tummelplatz für Sammler/-innen und Liebhaber/-innen
    Weitere nützliche Online-Plattformen für Gebrauchtes sind u. a. Tutti, Anibis, Ricardo oder die Crossiety-App. Sie ermöglicht die lokale Vernetzung und spart den Postversand, weil der Kinderglobus oder die Buddhastatue grad ins Nachbardorf weiterzieht. Ebenso Krimi, Roman und Bildband – für sie gibt’s allerorts Bücherschränke.

    Aussortiertes kann auch an einem Koffer- oder Flohmarkt angeboten werden. Stand mieten und einen unvergesslichen Tag erleben. Hilft alles nichts, kann Kleinkram in den Güselsack gegeben, Grösseres mit Gebührenmarke(n) versehen von der Kehrichtabfuhr abgeholt oder selbst zum Recyclinghof gebracht werden.

    Je weniger man hat, umso einfacher ist es, sein Heim sauber, aufgeräumt und ordentlich zu halten. Es ist allerdings nicht ganz einfach. Damit Ballast schwindet und sich Schränke und Regale lichten, braucht es Zeit und Energie, weil man für jedes einzelne Stück eine Entscheidung treffen muss. Ausmisten kann emotional herausfordernd sein, weil man auch Erinnerungen, Hoffnungen, Träume, ein Stück von sich selbst entrümpelt und sich mit Gefühlen wie Nostalgie, Schuld, Bedauern oder Trauer auseinandersetzen muss.

    Los geht’s
    Sich auf die neue Leichtigkeit freuen, stimmigen Zeitpunkt wählen, Lieblingsmusik anmachen, Duftkerze anzünden. Was Jahre gebraucht hat, sich anzuhäufen, braucht eine Weile fürs Gegenteil. Geduldig sein, realistische Ziele setzen und sich über jedes Stück weniger freuen. Nicht länger als drei Minuten über einen Gegenstand nachdenken, anderenfalls auf die Seite legen und weitermachen. Zuvor sich jedoch fragen, ob man Lust hast, sich später nochmal mit ihm zu befassen. Manchmal hilft nur der Gedanke, dass man eine Entscheidung trifft.

    Was brauche ich wirklich?
    Ausmisten befreit, setzt das Glückshormon Dopamin frei und lehrt, bewusster zu leben. Eine Menge Ratgeber und Tipps helfen dabei. Gutes Gelingen!

    Firmen Dallenwil

    Firma

    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Bianca Kemke


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