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Weiter zur RegistrierungJedes Jahr am 20. Mai wird der Weltbienentag gefeiert. Er erinnert uns alle daran, wie wichtig Bienen sind. Sie tragen zum Pflanzenwachstum bei, indem sie Pollen zwischen den Blüten übertragen. Dieser Vorgang wird Bestäubung genannt und sorgt dafür, dass fast 90 % der Blütenpflanzen und über 75 % unserer Nahrungsmittel kräftig und gesund gedeihen.
Bienen sind bekannt für ihre Rolle bei der Bestäubung und Honigbienen ausserdem für die Produktion von Honig und anderen Bienenprodukten. In einem Bienenvolk gibt es grundsätzlich drei verschiedene Wesen, es sind dies: die Arbeiterin – die fleissigen Untertanen (Anlegen von Vorräten), die Drohne – das männliche Wesen (Begattung der Königin) und die Königin – das weibliche Wesen (Eier legen). Neben der Honigbiene existieren in der Schweiz etwa 600 Wildbienenarten.
«Wenn die Bienen sterben, stirbt der Mensch»?
Mit obigem Zitat mahnte einst Albert Einstein, als er sagte: «Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.» Angeblich sollte er, der als genialer Bienenkundler bekannt gewordene Physik-Nobelpreisträger, es besser wissen. Dieser Satz dürfte zu seinen meistzitierten Aussagen zählen – so wie der mit der Unendlichkeit und der menschlichen Dummheit. Pikant daran ist, dass viele Menschen, die sich in ihrem Kampf für die Bienen auf Einstein berufen, nicht wissen, dass viele allzu bekannte Zitate nicht stimmen.» Zudem hält das Albert-Einstein-Archiv fest: «Das erwähnte Zitat stammt nicht von Albert Einstein. Es gibt keine Belege dafür.» Die Aussage ist eine starke Übertreibung, doch verdeutlicht sie die ökologische Bedeutung der Bestäuber: Ihr Aussterben hätte massive Ernteausfälle zur Folge.
Warum dieser Feiertag?
Die Honigbiene ist unser kleinstes Haustier – und eines der wichtigsten: Sie bestäubt achtzig Prozent unserer Nutzpflanzen und viele Wildpflanzen. Obstbauern hätten ohne Bienen kaum etwas zu ernten – und wir kein Butterbrot mit Honigaufstrich.
Das Ziel des Weltbienentages ist breitgefächert, weil es einer breiten Öffentlichkeit die immense Bedeutung der Bienen aufzeigt. Aufgrund ihrer unverzichtbaren Bestäubungsleistung fördern sie die biologische Artenvielfalt und die Nahrungssicherung der Menschen, aber auch der Tiere. Mit diesem Gedenktag soll auf den starken Rückgang der Bienenpopulation und den erforderlichen Schutz dieser Insekten hingewiesen werden.
Ein weiterer Grund für diesen Tag ist Anton Janša, der 1734 geboren wurde und als Pionier der modernen Imkerei gilt.
Immenses Leistungsvermögen einer Biene
Eine einzelne Biene muss für ein 500-Gramm-Glas Honig dreimal um die Erde fliegen. Das Sammelgebiet eines Volkes ist fast 50 Quadratkilometer gross. Bei guten Bedingungen fliegen Arbeiterbienen täglich bis zu 30-mal aus und besuchen pro Flug 200 bis 300 Blüten. Im letzten Jahr sind pro Bienenvolk im Schnitt 7.3 kg Frühjahrs- und 16.3 kg Sommerhonig gemeldet worden, was eine Gesamternte von 23.6 Kilogramm ergibt. Damit liegt der Ertrag klar über dem langjährigen Mittel von rund 20 kg und deutlich höher als 2024, als nur etwa 5.1 kg Frühjahrs- und 1 kg Sommerhonig pro Volk erzielt wurden.
Gefahren, die lauern
Obwohl es zwischen Biene und Imker eine sehr enge, existenzielle Verbindung gibt, die weit über die Honigproduktion hinausgeht, so ist ein Bienenvolk zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Krankheiten, Parasiten, Abholzung, Umweltverschmutzung, Klimawandel und der Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft erschweren ihm das Überleben. Wenn wir Bienen schützen, tragen wir auch zum Schutz von Wäldern, Böden und allen Tieren und Pflanzen bei, die an Land leben.
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