Blitzgedanken – KW27 2026

Erstellt: 01. Juli 2026
  • Am Wochenende starten die Sommerferien. Meine Kinder haben dann bereits eine Woche hinter sich, in der sie etwas runterfahren durften. In der Schule läuft nicht mehr viel. Es wird eingeordnet, geputzt, das Zeugnis verteilt und je nachdem noch ein Ausflug gemacht. Mehr kann man mit ihnen nach 12 Wochen Schule am Stück nicht mehr anfangen. Besonders dann nicht, wenn es so heiss ist wie jetzt gerade. Im nächsten Jahr dauert es von den Oster- bis zu den Sommerferien nochmals eine Woche länger. Ich freue mich jetzt schon darauf. Auf Kinder, die nach 10 Wochen Schule auf dem Zahnfleisch gehen und von Tag zu Tag unausstehlicher werden. Das natürlich auch, weil wir sie immer weiter antreiben, damit sie in der Schule Leistung bringen. Das macht man als verantwortungsbewusste Eltern, man will ja schliesslich das Optimum aus ihnen herausholen. Sie sollen sich verausgaben, bis sie nicht mehr wissen, was hinten und vorne ist.

    Man könnte natürlich auch einen anderen Weg einschlagen. Zum Beispiel könnte man die Frühlingsferien verschieben.

    Wenn die Fasnacht bereits Anfang Februar stattfindet, dann wäre es irgendwie klug, die Frühlingsferien genau in die Mitte zwischen Fasnachts- und Sommerferien zu legen. So hätte man anstatt 13 nur noch 9 Wochen Schulzeit am Stück. Es gibt Kantone, die das so machen. Wir aber nicht. Man denkt im Moment nicht mal drüber nach. Viel lieber wird die Lektionenzahl auf Primarstufe erhöht. Das soll den Lernerfolg steigern. Natürlich nützt das herzlich wenig, was übrigens eine Studie, die der Kanton Nidwalden mal in Auftrag gegeben hat, zeigt. Die Grundkompetenzen der Lernenden sinken, weil sich das private Umfeld fundamental geändert hat. Eigentlich weiss man das. Trotzdem versucht man weiterhin am Schulumfeld zu schrauben. Das erzeugt weniger Widerstand.

    Im Grunde sind diese Massnahmen aber etwa so sinnvoll, wie wenn ich an einem Auto, das einen leeren Tank hat, das Scheibenwischwasser nachfülle und dann hoffe, dass es wieder fährt. Das tönt jetzt etwas radikal. Vielleicht habe ich in den letzten Tagen zu viel von dieser Hitze abbekommen. Ich sollte mal in den See springen.

    Gemeinde Dallenwil

    Gemeinde

    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Guido Urlauber


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