Stans hat die Chance, sein Dorfzentrum neu zu gewinnen

Erstellt: 15. Juli 2026
  • Der VCS begrüsst die Weiterplanung der Umfahrungsstrasse Stans West. Zusammen mit verbindlichen flankierenden Massnahmen und einer attraktiven Veloinfrastruktur bietet sie die einmalige Chance, das Dorfzentrum nachhaltig vom Durchgangsverkehr zu entlasten, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität deutlich zu steigern.

    Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz Sektion Ob- und Nidwalden begrüsst den Entscheid des Regierungsrats, die Weiterplanung der Umfahrungsstrasse Stans West voranzutreiben. Gegenüber der 2022 abgelehnten Vorlage stellt die neue Linienführung einen wichtigen Fortschritt dar. Nun gilt es, die Umfahrungsstrasse als Teil eines gesamtheitlichen Verkehrskonzepts umzusetzen.

    Das Ziel des Regierungsrats, den Durchgangsverkehr im Dorfzentrum nachhaltig zu reduzieren, unterstützt der VCS ausdrücklich. Damit diese Entlastung ihre volle Wirkung entfalten kann, braucht es von Beginn an verbindlich geplante flankierende Massnahmen. Dazu gehören insbesondere eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassen, Tempo-30- und Begegnungszonen sowie weitere Massnahmen, welche den Durchgangsverkehr konsequent auf die Umfahrungsstrasse und die Autobahn lenken. So entstehen sichere Schulwege, eine deutlich höhere Verkehrssicherheit für alle – insbesondere für Kinder und ältere Menschen – sowie ein attraktiveres Dorfzentrum. Geschäfte und Gastronomie werden einfacher und attraktiver erreichbar, auf den Terrassen lässt es sich angenehmer verweilen und Strassen sowie Plätze laden noch stärker zum Flanieren, Begegnen und Verweilen ein. Viele dieser Massnahmen können bereits vor dem Bau der Umfahrungsstrasse umgesetzt werden.

    Ebenso wichtig ist eine zeitgemässe Veloinfrastruktur. Die geltende Bundesgesetzgebung verlangt, dass bei Strassenprojekten sichere und attraktive Veloverbindungen geschaffen beziehungsweise erhalten werden. Die neue Umfahrungsstrasse muss deshalb in ein durchgängiges Velowegnetz eingebunden werden und darf keine neuen Hindernisse für den Veloverkehr schaffen.

    Flankierende Massnahmen sowie attraktive Lösungen für den Fuss- und Veloverkehr sind nicht nur verkehrspolitisch sinnvoll, sondern auch Voraussetzung für eine Mitfinanzierung durch den Bund im Rahmen eines Agglomerationsprogramms.

    Der VCS wird sich im weiteren Planungsprozess konstruktiv dafür einsetzen, dass in Stans diese einmalige Chance ergriffen wird: weniger Durchgangsverkehr im Dorfzentrum, mehr Verkehrssicherheit, eine bessere Erreichbarkeit von Geschäften und Gastronomie sowie eine deutlich höhere Lebens- und Aufenthaltsqualität für Gäste und die Stanser Bevölkerung.

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

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