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Erfasst durch Nidwaldner Blitz
Autor
Beat Christen
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Freitag
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Weiter zur RegistrierungNach vier Jahren Planung ist es endlich so weit. Unmittelbar nach dem Spatenstich sind die ersten Baumaschinen auf Trübsee für den Bau des neuen Alpstubli aufgefahren. Trotz der Bauarbeiten ändert sich für die Gäste nichts.
Zentimeter für Zentimeter frisst sich der am Arm der grossen Baumaschine installierte Spitzhammer in den Felsen und trägt damit Schicht um Schicht des harten Gesteins ab. Schon am Tag nach dem Spatenstich von Anfang Juli 2026 sind die ersten Baumaschinen beim Alpstubli am Trübsee aufgefahren und haben hinter dem bestehenden Gebäude mit den Aushubarbeiten für das Kellergeschoss des Neubaus begonnen. Ziel ist es, dass die Betonarbeiten bis zum Wintereinbruch abgeschlossen sind. Während auf der Nordseite Tag für Tag die Fortschritte der Aushubarbeiten Konturen annehmen, bekommen Gäste auf der südseitig angebrachten Terrasse des bestehenden Gebäudes von den Bauarbeiten wenig bis gar nichts mit. «Diese Konstellation erlaubt es uns, das Gästeangebot trotz Baustelle im gewohnten Rahmen aufrechtzuerhalten», freut sich Dario Gabriel, Gastgeber im Alpstubli.
Alpgenossen als Bauherrschaft
Das im Jahre 1972 gebaute und eröffnete Alpstubli am Trübsee galt in dieser Zeit als eines der modernsten Berggasthäuser der Schweiz. Der Zahn der Zeit hat jedoch seine Spuren hinterlassen. Das war auch der Alpgenossenschaft Trübsee bekannt, als sie im Herbst 2023 das Gebäude kaufte. Zur Diskussion stand eine Sanierung oder ein Neubau. Gegen einen Umbau sprach die Tatsache, dass man dabei zu viele Kompromisse hätte eingehen müssen. Nicht mehr zeitgemäss war zudem die Nutzung während der Sommermonate als Alpbetrieb im Untergeschoss und Restaurationsbetrieb im Obergeschoss. Nach der Abwägung aller Vor- und Nachteile entschied sich die Alpgenossenschaft Trübsee für einen Neubau. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund neun Millionen Franken.
Neubau mit drei Gebäuden
In den kommenden Jahren werden hinter dem bestehenden Alpstubli drei neue Gebäude realisiert. Das neue im traditionellen Hüttenstil geplante Alpstubli bildet das Herzstück der Neubauten. Die Küche und Gastronomie sind auf der gleichen Ebene angesiedelt, was die Arbeitsabläufe wesentlich erleichtert. Eine Aussenabgabestelle in Form eines Kiosks sowie der neue Alpstall vervollständigen das Neubauprojekt der Alpgenossenschaft. Das bestehende Alpstubli wird zu gegebener Zeit abgebrochen, um damit den Panoramablick von der Terrasse aus in Richtung Jochpass freizugeben. Während der Wintersaison werden die Bauarbeiten am Trübsee eingestellt.
Da wäre noch …
Die Anfänge des Alpstubli am Trübsee waren bescheiden. Als erster Gastbetrieb diente das Stubli der sogenannten Bucherhütte. Grund für die Aufnahme der gastronomischen Tätigkeit in der Alphütte war der Bau und die Eröffnung des Sessellifts Trübsee-Jochpass. Die Eröffnung dieses ersten Sessellifts in der Schweiz, der im Sommer auch Wanderer transportierte, erfolgte mitten in den Wirren des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1943. Die Einrichtung des Stubli in der Bucherhütte war bescheiden. Die extra eingebauten Eckbänke boten Platz für 50 Gäste und in der Mitte des Raumes sorgte ein grosser Holzofen für eine wohlige Wärme. Auf dem Vorplatz entstand eine Terrasse mit Sitzgelegenheiten. Im eigens aufgebauten Kiosk wurden kalte und warme Getränke sowie Snacks wie Suppe und Würstli verkauft. Der Kiosk sorgte für eine willkommene Entlastung der Küche in der Bucherhütte. Die Alphütte wurde zu Beginn der 1970er-Jahre im Zuge des Neubaus des heutigen Alpstubli abgerissen.
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