Die Doppelspur kommt

Erstellt: 05. August 2026
  • Zuverlässig, stetig und präzise verkehrt die Zentralbahn durch die Zentralschweizer Landschaft und das Berner Oberland. Letztes Jahr feierte sie ihr 20-jähriges Jubiläum. Flott und jung will sie bleiben und so wird regelmässig ins Streckennetz zwischen Luzern–Engelberg bzw. Luzern–Interlaken investiert. Aktuell geschieht dies im Rahmen des Ausbauschritts 2035 des Bundes unter anderem in Oberdorf.

    Die Triebzüge, die unter anderem auf die Namen «Adler», «Fink» oder «Spatz» getauft sind, erschliessen das touristisch attraktive Dreieck Luzern, Engelberg-Titlis und Interlaken. Nicht umsonst wird die Zentralbahn auf ihrer Website auch als «die Freizeitbahn der SBB» betitelt. Doch nicht nur in der Freizeit wird sie genutzt, im Gegenteil: Viele Pendler sind dank ihr jeden Morgen pünktlich im Büro und jeden Abend ohne Stau im Feierabend. 14 Millionen Fahrgäste pro Jahr kommen so zusammen. Der Kanton Nidwalden hält übrigens 11,8 % der Aktien an der zb Zentralbahn AG.

    Doppelspur Staldifeld
    Damit die Zentralbahn in Zukunft zwischen Luzern und Engelberg noch regelmässiger rollt – genauer gesagt im Halbstundentakt –, wird die Doppelspur gebaut. Zudem werden umfangreiche Sanierungsarbeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen Stans-stad und Engelberg umgesetzt. 

    Stephan Simioni, Leiter Infrastruktur der zb Zentralbahn AG, erklärt: «Ein zentrales Projekt des Angebotsausbaus mit dem Halbstundentakt ist die Doppelspur Staldifeld, wo sich die Züge künftig kreuzen sollen. Das beinhaltet den Bau einer Doppelspur zwischen dem Bahnübergang Staldifeld 1 auf der Höhe der Firma Holzbau Kayser AG sowie dem Bahnübergang Staldifeld 2 beim Knoten Kantonsstrasse auf einer Länge von 600 Metern.» Ein weiteres Ziel des Bauvorhabens ist die Anpassung des Fuss- und Veloweges an die neue Linienführung der Gleisanlage und des Durchlasses des Dorfbaches. «Des Weiteren kommt es zu einer leichten Verschiebung der Dallenwilerstrasse», ergänzt Stephan Simioni. Mit dem aktuellen Stand ist der Leiter Infrastruktur sehr zufrieden: «Aktuell laufen die Vorarbeiten auf Hochtouren. Diese Arbeiten finden momentan neben dem Gleis – auch teilweise in Nachtarbeit – statt, damit weitergefahren werden kann.» 

    Sechswöchige Intensivbauphase
    Während der sechswöchigen Intensivbauphase ab dem 7. September kommt es dann zu einer Totalsperrung. In dieser Zeit wird ein Bahnersatzverkehr eingesetzt, der Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende ebenso zuverlässig Richtung Reiseziel bringt. «Ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember wird dann im Halbstundentakt gefahren», bestätigt Stephan Simioni. Auch Projektleiter Marco Hauser nimmt sich Zeit für das Interview und ergänzt: «Während der intensiven Bauphase arbeiten wir mit vielen verschiedenen Unternehmen zusammen, achten aber während der gesamten Zeit darauf, die Lärm- und andere Emissionen so gering wie möglich zu halten. Wir stehen auch in engem Kontakt mit den direkten Anwohnenden.» Es wird zwei neue Gleise und auch zwei neue Weichen geben. Die Dallenwilerstrasse wird um eine halbe Spur Richtung Stanserhornfuss verschoben, die Streckenführung der Gleise lokal optimiert. Während dieser Zeit wird auch viel Schotter bewegt werden. «Die Zufahrten zu den angrenzenden Gebäuden werden aber jederzeit gewährleistet», versichert der Projektleiter. Spannend wird es auch, wenn ein Helikopter die Fahrleitungsmasten für die Stromleitung einfliegt. Die Zentralbahn gibt in diesen sechs Wochen nochmal extra Gas: «In dieser Phase werden wir im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten, um zügig zum Abschluss zu kommen», erklärt Marco Hauser weiter. Wer ab Wolfenschiessen Richtung Engelberg möchte, braucht noch ein bisschen länger Geduld: Dieser Abschnitt wird bis zum 1. November 2026 gesperrt bleiben. Es macht auf jeden Fall Sinn, vor jeder Reise den Online-Fahrplan auf sbb.ch oder in der SBB Mobile App zu konsultieren und etwas mehr Reisezeit einzuplanen. Reisende können sich aber schon jetzt auf mehr Platz im Zug und weniger Wartezeit am Gleis freuen.

    Gemeinde Büren NW

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Sonja Press


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