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Weiter zur RegistrierungFür viele Influencer und Prominente ist die eigene Hochzeit längst nicht mehr nur ein Fest für Familie und Freunde. Oft feiert online ein riesiges Publikum mit, wodurch auch der Anspruch an den grossen Tag wächst. In den sozialen Medien wird die Eheschliessung zum aufwendig inszenierten Ereignis: Traubögen vor Bergkulissen, Blumenmeere unter freiem Himmel, mehrstöckige Hochzeitstorten, die fast schon Kunstwerken gleichen, sowie professionell produzierte Bilder und Videos. Was täglich durch unseren Feed läuft, kann dabei auch unsere eigenen Vorstellungen und Erwartungen an eine Hochzeit mitprägen. Online besonders häufig im Mittelpunkt: die freie Trauung. Doch wie sieht es abseits von Instagram und Co. aus und worin unterscheiden sich die beiden Varianten eigentlich?
Zunächst gilt für beide Formen dasselbe: Weder eine freie noch eine kirchliche Hochzeit macht ein Paar in der Schweiz rechtlich zu Eheleuten. Dafür braucht es die zivile Trauung, auch standesamtliche Trauung genannt. Die freie und die kirchliche Zeremonie ergänzen diese rechtliche Eheschliessung um einen zusätzlichen feierlichen Rahmen.
Ein Trend mit zahlreichen Möglichkeiten
Freie Trauungen wurden auch in der Schweiz in den vergangenen Jahren deutlich beliebter. Dahinter steckt mehr als nur der Wunsch nach einer schönen Kulisse. Immer mehr Menschen fühlen sich weniger an religiöse Institutionen gebunden und wünschen sich eine Zeremonie, die besser zu ihrem eigenen Leben und ihren Vorstellungen passt. Genau hier liegt eine der grossen Besonderheiten der freien Trauung: Sie bietet viel Gestaltungsspielraum. Ob am See, auf einer Wiese, in einem Garten oder an einem anderen persönlichen Ort, das Paar entscheidet selbst, wie der Rahmen aussehen soll. Auch Musik, Texte, Rituale und Gelübde können individuell gewählt werden. Zudem steht diese Form allen Paaren offen, unabhängig von Religion, kulturellem Hintergrund oder sexueller Orientierung.
Ein Ja-Wort mit Tradition
Anders gestaltet sich die kirchliche Trauung. Hier stehen der Glaube und religiöse Traditionen stärker im Mittelpunkt. Die Zeremonie findet in der Regel in einer Kirche oder Kapelle statt und ist als Versprechen des Paares vor Gott gedacht. Je nach Konfession und Pfarrperson kann sich der genaue Ablauf unterscheiden. Typische Elemente sind etwa der Einzug in die Kirche, Gebete, Bibeltexte, eine Predigt, Fürbitten, das Trauversprechen und der Segen. Auch Musik gehört häufig dazu. Gleichzeitig gibt es je nach Kirche und Konfession unterschiedliche Möglichkeiten, persönliche Elemente einzubringen, etwa mit ausgewählten Texten, Liedern oder Beiträgen von Angehörigen.
Für eine kirchliche Trauung gelten zudem bestimmte Voraussetzungen. Die zivile Eheschliessung muss bereits erfolgt sein. Ausserdem muss grundsätzlich mindestens eine Person des Paares der entsprechenden Glaubensgemeinschaft angehören. Weitere Vorgaben können sich je nach Konfession unterscheiden.
Zwei Zeremonien, ein gemeinsames Ziel
Welche Form gewählt wird, hängt am Ende weniger davon ab, was gerade im Trend liegt, sondern davon, welcher Rahmen sich für das Paar am stimmigsten anfühlt. Die freie Trauung bietet besonders viel Spielraum bei Ort und Gestaltung, während die kirchliche Hochzeit das persönliche Versprechen mit Glaube und Tradition verbindet. Bei allen Unterschieden verfolgen beide Formen jedoch dasselbe Ziel: dem gemeinsamen Ja eine besondere Bedeutung zu verleihen.
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