Blitzgedanken – KW38

Erstellt: 16. September 2026
  • In zehn Jahren wird es die Menschheit nicht mehr geben. Das die Botschaft der KI-Entwickler. Sie haben gemerkt, dass die Weiterentwicklung dieser Bots ein Tempo erreicht hat, das die Menschen überfordert. Wir verlieren die Kontrolle über etwas, das wir immer weniger verstehen. 

    Das sollte uns Angst machen. Wir nehmen es aber erstmal einfach so zur Kenntnis und tun so, als würde das dann doch nicht so heiss gegessen. Wir geben uns dieser KI quasi blind hin und versprechen uns noch mehr Wohlstand. 

    Natürlich kann KI hilfreich sein. Zum Beispiel könnte sie anstelle von mir diesen Text hier schreiben. 

    In vielen Lebensbereichen ist sie bereits im Hintergrund im Einsatz, ohne dass wir davon etwas mitbekämen. Wir bekommen auch nicht mit, wie wir uns immer abhängiger von ihr machen. Teilweise werden einem die Vorteile von KI schon fast wahnhaft angepriesen. Trotzdem werden wir nicht stutzig. Denn es winkt ja noch mehr Wohlstand. Derweil brechen KI-Bots aus ihrer ursprünglichen digitalen Umgebung aus, es werden Codes entdeckt, die kein Mensch mehr verstehen kann und seit neustem scheinen sich diese Dinger sogar zu vermehren, ohne Bewilligung des Erschaffers notabene. 

    Fassen wir also zusammen: Die KI-Entwickler sind im höchsten Masse beunruhigt und die KI beginnt sich zu verselbständigen. Ein Grund zur Panik? Neeeeeiin, natürlich nicht. 

    Wer jetzt sagt, wir könnten sowieso nichts mehr gegen die unkontrollierte Weiterentwicklung dieser Technologie unternehmen, hat vielleicht nicht ganz recht. Wird die KI nicht genutzt, fliesst auch kein Geld zu den Entwicklern. Es ist wie bei jedem Konsumgut: Keine Nachfrage, kein Produkt. 

    «Ein Grund zur Panik? Neeeeeiin, natürlich nicht.»

    Wir haben es also in der Hand, ob wir dereinst von der KI gefressen werden oder nicht. Hätte die KI Zugang zum Word, in das ich diesen Text hier reinhaue, sie würde vielleicht versuchen zu verhindern, dass er verbeitet wird. Zum Glück erscheint er noch auf Papier. Gedruckte Buchstaben kann so ein Bot nämlich nicht verändern. Noch nicht. 

    Wir haben es also in der Hand, ob wir in zehn Jahren noch zusammen jassen können, oder ob es dann «Hasta la vista Baby» oder «Ich komme wieder», heissen wird, um es in den Worten von Arnold Schwarzenegger auszudrücken.

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Guido Dasende


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