Gemeinde
Erfasst durch Nidwaldner Blitz
Autor
Otmar Näpflin
Montag bis Donnerstag
7.30 – 12.00 Uhr
13.30 – 17.00 Uhr
Freitag
7.30 – 12.00 Uhr
13.30 – 16.00 Uhr
Wenn Sie bereits ein Konto bei einem der folgenden Verlage besitzen, können Sie sich mit diesen Anmeldedaten einloggen.
Nein, ich besitze noch kein Konto und möchte mich neu registrieren.
Weiter zur Registrierung«Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», besagt das Zitat vom deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche. Musik berührt uns, weil Worte dies nicht erreichen. Sie verbindet, tröstet, drückt Freude aus und lässt uns das Leben intensiver spüren.
Marcel Müller ist Volksmusikant aus Leidenschaft, denn sie begleitet ihn seit seiner Kindheit. Dies verdankt er seinem Onkel, der ein ausgezeichneter Akkordeonist war, dem er nacheifern wollte. Diese frühen Eindrücke legten den Grundstein für seine musikalische Laufbahn, die er später im Zusammenspiel mit Roli Achermann (13 Jahre Handorgelduo Müller- Achermann) und weitere 20 Jahre im Handorgelduo Müller-Schärli fortsetzte. Neben der Volksmusik schlägt sein Herz auch für den alten Jazz.
Musikantentreffen
In der Herdern in Ennetbürgen ist Marcel seit nunmehr 14 Jahren Organisator von Musikantentreffen und Tanznachmittagen, die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Diese Idee stammte von Heiri Camenzind, der den nicht mehr aktiven Musikanten eine Plattform bieten wollte, damit sie weiterhin ihrem Hobby frönen können. Wie sich zeigt,entspricht dieses Unterfangen einem Bedürfnis. Denn der Name «Spätlese» für die Musikantengruppe entstand aus der humorvollen Beobachtung, die besagt, dass Musikanten wie Wein im reiferen Alter sind, eben Spätlese-Wein – je älter, desto besser. Die Bezeichnung stammt von Max Zumbühl und Heiri Camenzind und hat sich bis heute gehalten. Die Idee hinter den Zusammenkünften ist logisch, denn Menschen, die nicht mehr aktiv auftreten, sollen weiterhin musizieren können, damit die volkstümliche Musik lebendig bleibt. Dies ist Marcel Müllers Herzensanliegen. Damit will er anderen eine Freude bereiten und ihren Alltag verschönern, was auch ihm sehr viel bedeutet.
Stubeten werden zu Tanznachmittagen
Das Projekt Tanznachmittage, welches vorerst in Altersheimen stattfand, wollte man einem breiteren Publikum bekannt machen. Zusammen mit Brigitta Stocker von der Pro Senectute Nidwalden wurde dieses Vorhaben lanciert und schlug ein. Denn 2010 bot sich die ideale Gelegenheit den Saal vom Schützenhaus Herdern dafür zu nutzen und dies in zweifacher Hinsicht. Die Lokalität entsprach den Vorstellungen und der damalige Betreiber vom Schützenhaus Herdern, Paul Waser, war ein Liebhaber von volkstümlichen Klängen. Als Heiri Camenzind um Unterstützung bat, übernahm Marcel Müller mit Richi Herger zusammen im Herbst 2012 die Organisation. Zu ihnen gesellten sich Ralph Janser und Chaschbi Gander. Jedes Mal gelingt es, hervorragende Musikanten zu engagieren, die den 80 bis 90 Tänzerinnen und Tänzern einen unterhaltsamen Nachmittag bescheren. Die Stubeten können kostenlos besucht werden, während für die Tanznachmittage ein bescheidener Eintritt von zehn Franken erhoben wird. Damit können die engagierten Musikanten – von denen viele noch berufstätig sind – berappt und die Unkosten gedeckt werden.
Marcel Müller für den «Prix Merci» nominiert
Erstmals würdigt Pro Senectute Schweiz ihre über 15'800 Freiwilligen, die sich für die Altersarbeit engagieren. Der Preis wird 2026 erstmals verliehen, und dies im Rahmen des «Internationalen Jahres der Freiwilligen» der Vereinten Nationen. Jede kantonale Pro-Senectute-Organisation konnte eine Person nominieren. Für den Kanton Nidwalden wurde Marcel Müller vorgeschlagen, der diese Anfrage sehr gerne angenommen hat. Die Publikumsabstimmung findet vom 16. Juni bis 31. August 2026 statt. Die fünf Personen mit den meisten Stimmen kommen in die Finalrunde. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird durch Losentscheid ermittelt. Alle Finalistinnen und Finalisten erhalten einen Reka-Gutschein und der Siegerperson winkt zudem die Prix-Merci-Trophäe. Alle Nominierten sind am 3. Dezember 2026 in Olten zur Preisverleihung eingeladen. Mit etwas Glück schafft Marcel Müller den Sieg. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung würde ihn dieser Preis mit Stolz und Freude erfüllen. Vielmehr wünscht er sich, noch viele Jahre die Stubeten und Tanznachmittage für die Pro Senectute Nidwalden organisieren zu können. Denn diese seine Arbeit bedeutet für ihn eine Bereicherung – und ist für viele ältere Menschen ein wertvoller Beitrag zu Lebensfreude und Gemeinschaft.
Verlagsgesellschaft Nidwaldner Blitz AG
Dorfplatz 2
6383 Dallenwil
© 2026 Verlagsgesellschaft Nidwaldner Blitz AG