Weniger Flaschen, trotzdem sauber

Erstellt: 30. September 2026
  • Mal ehrlich: Wie viele Flaschen stehen bei Ihnen im Putzschrank? Eine fürs Bad, eine für die Küche, eine gegen Kalk, eine fürs WC, eine für die Fenster – und ganz hinten vielleicht noch zwei, bei denen man längst vergessen hat, wofür sie eigentlich gedacht waren.

    Dabei braucht es für ein sauberes Zuhause erstaunlich wenig. Und manches, was beim Putzen gute Dienste leistet, steht vielleicht bereits im Küchenschrank.

    Drei Mittel für fast alles
    Für den normalen Hausputz reichen meist wenige Grundreiniger: Allzweckreiniger für viele Oberflächen und Böden, Essig- oder Kalkreiniger gegen Kalk und Scheuermittel für hartnäckigere Fälle. Dazu etwas Spülmittel – und schon ist man für vieles gerüstet.

    Noch spannender wird es mit einfachen Hausmitteln
    Kalk am Wasserhahn? Zitronensäure oder Essig können ihm zu Leibe rücken. Aber aufgepasst: Auf Marmor, Naturstein und anderen säureempfindlichen Materialien haben sie nichts verloren.

    Fettspritzer in der Küche? Bevor der Spezialreiniger zum Einsatz kommt, zuerst warmes Wasser und wenig Spülmittel ausprobieren. Das reicht erstaunlich oft.

    Hartnäckige Verschmutzungen? Natron mit wenig Wasser zu einer Paste verrühren und auf geeigneten, unempfindlichen Oberflächen ausprobieren. Natron kann ausserdem unangenehme Gerüche binden – zum Beispiel im Abfalleimer oder Kühlschrank.

    Das Schöne daran: Man muss nicht für jedes kleine Putzproblem eine neue Flasche nach Hause tragen.

    Auch der Putzlappen darf nachhaltig sein
    Nachhaltig putzen hört beim Reinigungsmittel nicht auf. Waschbare Lappen und Schwämme können viele Male verwendet werden. Und ein Lappen, der für die Küche nicht mehr schön genug ist, schafft vielleicht noch eine zweite Karriere im Bad oder für andere weniger sensible Putzarbeiten.

    Auch beim Abfluss gilt: Erst einmal ohne Chemiekeule versuchen. Ein einfaches Sieb verhindert, dass Haare und gröberer Schmutz überhaupt hineingelangen. Läuft das Wasser trotzdem nicht mehr richtig ab, kann eine Saugglocke oft schon weiterhelfen.

    Und dann wären da noch die Verpackungen. Nachfüllpackungen oder wiederbefüllbare Flaschen können Abfall sparen. Doch bevor die nächste Flasche im Einkaufswagen landet, lohnt sich eine noch einfachere Frage: Brauche ich sie überhaupt?

    Denn nachhaltig putzen bedeutet nicht, den ganzen Putzschrank auszuräumen und anschliessend mit neuen Öko-Produkten wieder zu füllen. Besser ist: Vorhandenes aufbrauchen, richtig dosieren, wiederverwenden – und beim nächsten Einkauf vielleicht die eine oder andere Flasche einfach stehen lassen.

    Weniger Zeug im Putzschrank, weniger Abfall und weniger Geld ausgegeben. Sauber wird es trotzdem.

    Gemeinde Stans

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    Erfasst durch Nidwaldner Blitz

    Autor

    Daniela Gröbli


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