Verein
Erfasst durch Nidwaldner Blitz
Autor
Guido Fenchelliebhaber
Montag bis Donnerstag
7.30 – 12.00 Uhr
13.30 – 17.00 Uhr
Freitag
7.30 – 12.00 Uhr
13.30 – 16.00 Uhr
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Weiter zur RegistrierungKinder müssen gesund leben. Süssigkeiten sind nicht gesund. Am 31. Oktober ist der ungesundeste Tag im Jahr und ich bin überhaupt nicht überrascht, dass das Fest, das da zelebriert wird, aus den USA stammt.
Als Eltern und Nachbarn von Kindern, die ums Verrecken an diesem Tag mit einem Plastiksack von Tür zu Tür hausieren müssen, haben wir eine Verantwortung. Wir werden ein Potpourri an gesunden Esswaren bereitstellen. Karottensticks, rohen Kohlrabi in dünne Scheiben geschnitten, Apfelschnitze und pürierten Fenchel auf Roggenbrotscheiben.
Wir verteilen den Kindern maximal einen ungezuckerten Kaugummi aus echtem Kautschuk mit Selleriegeschmack. Dazu erhalten alle, die an diesem Abend an unserer Haustüre klingeln, eine ausgedruckte Nahrungspyramide, welche sie dann über ihrem Bett aufhängen können. Auch die Zeugen Jehovas, sollten sie sich an diesem Abend vor unsere Haustür verirren. Dann können wir Flyer tauschen – «Wachtturm» gegen Pyramide.
«… und habe bei Frau Kälin jahrelang studiert, wie man Kindern etwas beibringt, das sie gar nicht beigebracht bekommen wollen.»
Die Kinder werden mit den gesunden «Süssigkeiten» und der Nahrungspyramide ein pädagogisch sinnvolles Präsent erhalten, das ihnen den richtigen Umgang mit den Zuckerschleudern veranschaulicht und gleichzeitig Alternativen zum Probieren bietet.
Ich bin ja nicht umsonst im Lehrerseminar gewesen und habe bei Frau Kälin jahrelang studiert, wie man Kindern etwas beibringt, das sie gar nicht beigebracht bekommen wollen. Diesen didaktisch-pädagogischen Hintergrund rede ich mir jetzt bis zum nächsten Wochenende ein. Vielleicht glaube ich ihn bis dahin sogar.
Wenn ich ehrlich bin, hat es einen ganz anderen Grund, weshalb es bei uns nur Gemüse gibt an Halloween. Ich erhoffe mir nämlich, dass jene Kinder, die uns an diesem Abend heimsuchen, weitererzählen, welchen «Müll» sie bei uns erhalten haben.
Mit etwas Glück wird sich diese Information im ganzen Quartier verbreiten und im nächsten Jahr wird die Klingel kein einziges Mal ertönen.
Ausser vielleicht, die Zeugen Jehovas wollen nochmals eine ausgedruckte Nahrungspyramide haben und ein bisschen über Fenchelpüree philosophieren.
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